Das Spiel „Journalist“ wurde im Rahmen des Projekts „Respekt, Dialog, Teilhabe: Konflikten begegnen mit Janusz Korczak“ erarbeitet.

Ziel des Spiels ist es, dass sich die Jugendlichen mit aktuellen als auch historischen, gesellschaftlichen und politischen Konflikten in Berlin durch journalistische Tätigkeiten auseinandersetzen.

Die Zusammenarbeit in Gruppen stärkt soziale Kompetenzen wie Kommunikations- und Teamfähigkeit. Außerdem sammeln die Jugendlichen journalistische Erfahrungen und lernen ihre Meinung mit Argumenten zu begründen und zu verteidigen. Die Beschäftigung mit diversen kulturellen, sozialen und politischen Themen der Stadt Berlin, wie z.B. Integration, stärkt das Bewusstsein der Jugendlichen über tagespolitische Themen und Konflikte und führt zu einem besseren Verständnis ihrer Umgebung.

Am Tag des Spiels finden sich 15-30 Jugendliche in einer Räumlichkeit, dem Hauptquartier, zusammen. Zunächst lernen sich die Teilnehmer*innen kennen und es findet eine Einführung in die Thematik sowie ein journalistisches Training statt. Für diese Aktivitäten ist eine Stunde vorgesehen. Nachdem die Jugendlichen mit den Regeln des Spiels bekannt gemacht worden sind, werden sie in sogenannte „Redaktionsgruppen“ aufgeteilt, die aus 4-7 Teilnehmenden bestehen. Jede Gruppe erhält ein bestimmtes Thema, das im Laufe des Spiels erforscht werden soll. Außerdem erhält jeder/e Teilnehmer/in Informationsunterlagen zu seinem/ihrem Thema sowie Adressen und Kontaktdaten von Personen oder Organisationen, die sie über ihr Thema informieren können. Die Jugendlichen führen u.a. mit diesen Interviews, verfassen Reportagen und schreiben Artikel. Durch den Einsatz weiterer informeller Bildungsmethoden, wie z.B. des Spielens, setzen sich die Jugendlichen intensiver mit ihrer Thematik auseinander. Jede Redaktionsgruppe wählt einen Chefredakteur und anschließend machen sich die Spieler auf den Weg. Sie besuchen verschiedene Organisationen und sammeln Informationen und Eindrücke. Dabei wird jede Gruppe von einem Erwachsenen begleitet. Nach einigen Stunden kehren sie ins Hauptquartier zurück und bearbeiten die von ihnen gesammelten Informationen. Sie entscheiden, was veröffentlicht werden soll und in welcher Form sie das präsentieren wollen. Sie haben dann noch einige Stunden bis zum Redaktionsschluss Zeit, um die Texte zu schreiben, das Layout zu gestalten, die Bilder zusammenzustellen und ihre Arbeit zur Veröffentlichung vorzubereiten. Den Jugendlichen stehen auch Experten zur Verfügung, an die sie sich wenden können, wenn sie Unterstützung benötigen.

Nach dem Redaktionsschluss werden alle erarbeiteten Texte zu einer Zeitung zusammengeführt, die letztendlich veröffentlicht wird. Die Teilnehmer*innen werden zudem Ihre Ergebnisse den Experten präsentieren, die am Ende die Zeitung bewerten und sie über die Stärken und Schwächen der geleisteten Arbeit informieren. Am nächsten Tag wird die von den Jugendlichen erstellte Zeitung an alle Organisationen und Personen geschickt, die von den TN besucht und interviewt wurden, was auch das offizielle Ende des Spiels bedeutet. Abgesehen von den journalistischen und sozialen Kompetenzen, die im Laufe des Spiels gestärkt werden, erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme an dem Spiel.

Das Konzept des Spiels wurde Kooperation mit dem Pädagogen Dr. Mikhail Epshtein erarbeitet.

Das erarbeitete Modul wurde nicht erprobt.

Eine detaillierte Darstellung des Spiels findet sich hier in englischer Sprache:

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